Abteilung 7-8

Mitte des Gebäudekomplexes, Mitte der Sekundarstufe I

 

Schulische Schwerpunkte

Die Abteilung II, die die Jahrgänge 7 und 8 umfasst, bildet räumlich, zeitlich und in der Schullaufbahn der meisten unserer Schülerinnen und Schüler die Mitte der Gesamtschule Walsum. Die Schülerinnen und Schüler meiner Abteilung stehen in zweierlei Hinsicht „zwischen den Welten“: Zum einen durchlaufen sie hier die entscheidenden Jahre der Pubertät mit all ihren seltsamen Auswirkungen, Verunsicherungen und Verstörungen, andererseits verlieren sie ausgerechnet in dieser schwierigen Zeit durch die fortschreitende Differenzierung mehr und mehr den Rückhalt eines festen Klassenverbandes.

Neben die Eingewöhnung in die ersten Differenzierungskurse in Englisch und Mathematik   tritt die Vorbereitung auf die beiden letzten Differenzierungsfächer Deutsch und Physik. 

Im Rahmen der Selbstevaluation denken wir auch über  Profilbildung nach und suchen verstärkt nach Möglichkeiten der individuellen Förderung.  In einem ersten Schritt „erfanden“ wir die Projektfächer, die über zwei Jahre gehen und den Schülern Angebote machen, sich auf die Berufswahl vorzubereiten (z. B. mit den Fächern Bürokommunikation oder Handwerk) oder eine Begabung oder einen Interessensschwerpunkt zu vertiefen. So bieten wir für künstlerisch-kreative Schüler u. a. die Fächer „Textiles Gestalten“, „Form – Farbe – Design“ und „Cool-tur“ an.

Im Rahmen der Projektwoche 7 lag der Schwerpunkt in den letzten Jahren auf „Suchtprophylaxe“, d.h. die Schülerinnen und Schüler erfuhren in dieser Woche, dass es viele spannende Möglichkeiten gibt, sich aktiv und kreativ mit der Welt, in der sie leben, auseinanderzusetzen. Sie trainierten eigenverantwortliches Handeln und übten verstärkt das Arbeiten in Teams. In den letzten beiden Jahren wurde das Thema um die Komponente „Umgang mit Kommunikationsmedien“ erweitert, um Suchtpotential und Gefahren  der neuen Medien, aber auch ihre sinnvolle Nutzung mit den Schülern zu erarbeiten.

Gleichzeitig erhalten die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs in der „Berufsorientierungswoche“ einen ersten Kontakt zur Arbeitswelt.  Seit diesem Jahr nimmt unsere Schule an KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“) teil. Bei dieser Maßnahme, die durch die Werkkiste in Marxloh durchgeführt wird, erfuhren die Achtklässler, in welchen beruflichen Bereichen sie ihre Stärken und Schwächen haben und erhielten ein entsprechendes Zertifikat. Im Frühjahr werden die 8. Klassen außerdem – wiederum in Zusammenarbeit mit der Werkkiste – in drei Praxistagen typische Arbeiten verschiedener Berufsgruppen ausprobieren. Die Ergebnisse münden wieder in ein Zertifikat.

 

Beratung in Klasse 7 und 8

Da in der Abteilung II einerseits wichtige Weichen für die weitere Schullaufbahn der Kinder gestellt werden und andererseits die Schülerinnen und Schüler in einer besonders schwierigen Lebensphase sind, hat die Beratung einen hohen Stellenwert.

Das Büro meines Beratungslehrers, Thomas Schmillenkamp  befindet sich hinter dem AL-Büro im "mittleren Turm", also „mitten unter den Schülern“, so dass die Kinder sowohl in unseren ausgewiesenen Sprechstunden als auch spontan zu uns kommen können. Außerdem stehen wir für Klassenstunden und Elternpflegschaften als Gesprächspartner zur Verfügung.

Unterstützt werden wir bei den vielfältigen Beratungsaufgaben seit Jahren von zwei Sozialpädagoginnen. Einmal in der Woche trifft sich das Beratungsteam zum Informationsaustausch, zu diesem Termin können Eltern und Kollegen  bei Bedarf hinzu kommen, um von der gebündelten Beratungskompetenz zu profitieren.

 

Besonderheit der Abteilung

Das Projekt „Soziale Kompetenz“

Seit  einigen Jahren läuft im 7. und 8. Jahrgang das Projekt „SoKo“ („Soziale Kompetenz“). Die Schülerinnen und Schüler verpflichten sich, im Laufe des Schuljahres 60 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit abzuleisten, sei es in einer gemeinnützigen Einrichtung, bei bestimmten Projekten unserer Schule (Schulsanitätsdienst, Streitschlichter) oder in privater Nachbarschaftshilfe.

Im ersten Jahr haben 120 von 180 Kindern ihre Bereitschaft bekundet, diesen ehrenamtlichen Dienst zu leisten.  Inzwischen ist die Zahl der Teilnehmer ziemlich zurück gegangen, aber langfristig hoffen wir darauf, das „SoKo“ - Projekt wieder in das Programm der Abteilung integrieren zu können.


 

Petra Nuyken, Abteilungsleiterin 7/8