Wer sich am 09. Juli das Sportfest der Gesamtschule Walsum näher betrachtete, der rieb sich verwundert die Augen. Nicht die klassischen Bundesjugendspiele mit Laufen, Springen und Werfen, kein Fußball, Basketball, Badminton oder Tischtennis standen auf dem Programm – in diesem Jahr wurden die besten Klassen in den Disziplinen Turmbau mit Hindernissen, Wissenslauf, Klettern und Zielwurf ermittelt. Von Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe Q1 nahmen alle Schülerinnen und Schüler am Sportfest teil. „Diese Art von Sportfest ist für uns alle neu“ erklärt Jan Stenzel, Fachvorsitzender Sport der GeWa. „Wir wollten weg von den klassischen Disziplinen, die fast immer nur von den wenigen leistungsstarken Vereinsspielern dominiert werden. Wir wollten ein Sportfest für alle, für sportliche und weniger sportliche Kinder, ein Sportfest, das den Vereinssportler und den Sportmuffel gleichermaßen fordert, vor allem aber allen Kindern Spaß macht.“
Bei den neuen Disziplinen haben die Schüler die Aufgabe, innerhalb von acht Minuten so viele Punkte wie möglich für ihre Klasse zu sammeln. Beim Zielwurf zählte jeder Treffer, beim Klettern die erreichte Höhe, beim Wissenslauf die richtigen Antworten und beim Turmbau die Höhe des aus Bauklötzen gebauten Turmes.
Jede Disziplin enthält Differenzierungen, so dass auch weniger sportliche Kinder oder Schüler mit Behinderungen erfolgreich sein und für ihre Klassen punkten können.
Das neue Konzept ging voll auf. „Ich habe noch kein Sportfest gesehen, bei dem sich so viele Kinder so lange so intensiv bewegt haben“, so Schulleiter Henning Korsten. „Und von den 5ern bis zur Oberstufe hatten die allermeisten Kinder großen Spaß. Ich habe noch kein Sportfest erlebt, das von Schülern und Lehrern so positiv aufgenommen wurde“.
Mit dem neuen Konzept für das Sportfest ist die GeWa in Zeiten von Inklusion und Flüchtlingsklassen auch für die Zukunft gut aufgestellt.